Über mich

Ich bin 1967 in Gera geboren und mit viel Liebe und viel Strenge aufgewachsen. Beides hat mich sehr geprägt und mich genau zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin — und auf den ich sehr stolz bin. In der Strenge meines Vaters seine Liebe zu meinen Brüdern und mir zu entdecken, kostete mich Jahrzehnte. Aber so sehe ich es inzwischen. Das hat mir viel Frieden beschert. Gibt nicht jeder zu jedem Zeitpunkt das für ihn Bestmögliche? So wenig das für einen Außenstehenden manchmal aussehen mag, bin ich jedoch davon überzeugt.

Mein Lebensweg verlief weitgehend geradlinig: Grundschule in einem Dorf, sehr naturverbunden; nach 12 Jahren Abitur mit sehr gutem Abschluss. Dann ein Jahr Arbeit in einem psychiatrischen Altersheim und auf der Bauch-Chirurgie. In dieser Zeit habe ich mit Ehrfurcht die Arbeit der Krankenschwestern erfahren, viel Handwerkszeug für meinen Wunschberuf erlernt und mit viel Vertrauen in meine Person selbständig arbeiten dürfen. Das gebe ich heute gern an Studenten und Auszubildende weiter. Ich bin akademische Lehrpraxis der Uni Jena. Auch die 2-jährige Ausbildung von Arzthelferinnen in Eschwege hat mir viel Freude bereitet.

Leistung hat sich für mich immer ausgezahlt (und sei es die Höhe des Stipendiums). Rückblickend bereue ich, so wenig Student gewesen zu sein, aber vermutlich könnte ich es noch immer nicht viel gelassener angehen. Das Bestmögliche zu geben gehört einfach zu meiner Person. So habe ich auch meine Diplomarbeit gleich nach der Wende zu einer Promotion erweitert. Nach meinem Abschluss der Facharzt-Weiterbildung übernahm ich im Oktober 1998 von Frau Dr. Boeck die Hausarztpraxis in Mühlhausen.

Weiterbildungen zogen immer Weiterbildungen nach sich — daran wird sich vermutlich nichts ändern. Es ist spannend, beständig zu wachsen: Manuelle Medizin, Akupunktur und dann — inspiriert von meinem Ausbilder Dr. Rainer Wander — die Neuraltherapie und Antihomotoxische Therapie, sowie Mitochondrienmedizin bei Dr. Henry Krah. Momentan die Kairos-Therapie, die viele Techniken mit Hilfe des Kybernetischen Muskeltestes vernetzt und eine gute Hilfe bei den derzeit vielen chronischen Erkrankungen unserer Patienten darstellt. Um mitzuhelfen, Patienten ein Lebensende in ihrer Häuslichkeit zu ermöglichen, absolvierte ich die Ausbildung zum Palliativmediziner — getragen auch von dem Gedanken, dass ich es mir auch für mein Lebensende so wünsche.

Im Laufe meiner über 20-jährigen Praxistätigkeit wurde mir die Bedeutung des psychischen Hintergrundes von Erkrankungen immer deutlicher. Und so zog es mich nach eigenem Reifeprozess bei Fastenkursen und Seminaren wie „Der geheilte Heiler“, „Reif für die Insel“ oder „Stress über Bord“ bei Dr. Susanne Kreft und Hugo Hasse immer mehr dazu hin, das erworbene Wissen auch weiterzugeben. Nach absolvierter Stresstrainer-Ausbildung (Stressbewältigung, Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation nach Jakobson) habe ich nun im Herbst 2018 meinen ersten eigenen Fastenkurs gegeben und war von der Resonanz überwältigt. Ein mehrere Jahre gehegter Traum hat sich nach der Überwindung meiner Angst, vor Gruppen zu reden, nun endlich verwirklicht. Leben spürt man deutlicher am Rande der Komfortzone. Mittlerweile bereitet es mir Freude, eben diesen Rand immer weiter zu erkunden.

Viel Unterstützung in meiner ganzen Tätigkeit habe ich stets durch meinen Mann und meine zwei mittlerweile erwachsenen Söhnen erfahren, die ich sehr liebe. Daran änderte sich auch nichts, nachdem sich unsere privaten Wege getrennt haben. Darüber bin ich außerordentlich glücklich! In den ersten 25 Jahren meiner Ehe hätte ich es nie für möglich gehalten, dass das Thema Trennung mich überhaupt jemals im Leben berühren könnte.

Unser Leben hat sich immer viel in der Natur abgespielt — mit Camping in skandinavischen Ländern genauso wie in der heimischen Umgebung des Hainich. Dabei zog es mich immer mehr zu allem hin, was man in der Natur zum Heilen und Essen verwenden kann. Dieses Wissen gebe ich gerne weiter, auch getreu den beiden Leitsätzen: Deine Nahrung sollte deine Medizin sein! Und: Iss das, was in deiner Region wächst und zur Jahreszeit gehört! Viel Spaß habe ich in meiner Freizeit beim freien Tanzen, beim Yoga, Schwimmen, Joggen und in der Sauna.

Um die Kairos-Methode zu verbreiten versuche ich in Mühlhausen interessierte Heilpraktiker, Zahnärzte und Physiotherapeuten zu verbinden — Anfänge sind gemacht. Die Physiotherapie Riedel (Lindenbühl) hat mich zu der Methode gebracht, wofür ich sehr dankbar bin, und wendet sie auch selbst an.

Meine größten Glücksmomente im Beruf genieße ich, wenn es mir gelingt, meine Patienten auf ihrem Weg in die Selbstermächtigung in Bezug auf ihre Heilung, in der Wahrnehmung ihrer Gefühle und in der Verwirklichung ihrer Ziele zu unterstützen. Denn der größte Heiler steckt in jedem von uns selbst, und es gilt, ihn gemeinsam zu wecken. Mein grösstes Ziel ist es, mit ausreichend Zeit motivierte Patienten zu behandeln.

Hat das wirklich jemand bis hierher gelesen? Dann stellt sich die Frage, ob wir uns kennenlernen sollten. Ich bin immer an Menschen interessiert, die noch auf das Leben neugierig sind und losgehen: Sie haben an meiner Arbeit ausserhalb der Schulmedizin Interesse, die eine ganzheitliche Sicht auf Probleme beinhaltet — und interessieren sich für die Mitarbeit an Lösungswegen? Dann freue ich mich auf Ihren Besuch!

Dr. Ina Seyfarth

Diese Website verwendet Cookies. Bitte lesen Sie unsere Datenschutzerklärung für Details.

OK